Wohnbau Prinz-Eugen-Park

Baujahr: in Planung
Ort: München
Wohneinheiten: 261, Haus für Kinder,
betreutes Wohnen, Bewohnertreff

Projektpartner & Wettbewerbssieg:
AllesWirdGut

Bauträger: Gewofag
Freiraumplanung: club L94
Die unterschiedlichen Wohnungstypen werden je nach Lage und Erschließungstypologie zu Häusern zusammengefasst. Es entstehen drei Typen von "Wohnhäusern": Eckhaus, Laubenganghaus, Stadthaus und Gartenhaus.
Durch die Zusammenfassung mehrerer Wohnungstypen zu Häusern entstehen wohl proportionierte Baukörper. Je nach Anzahl der kombinierten Wohnungstypen ergibt sich ein differenzierter Rhythmus, welcher eine, der Adressbildung förderlich beistehende, Kleinteiligkeit ausformuliert – durch die Beibehaltung einer gleichförmigen Fenster- und Fassadengliederung das große Ganze des Quartiers jedoch weiterhin unterstreicht.
Die unterschiedlichen Haustypen werden wahlweise durch einen Wechsel in der Materialität oder durch farblich differenzierten Strukturputz, mit darauf abgestimmten Geländertypen, ausgebildet.
Im Erdgeschoss sind sämtliche Sondernutzungen wie die zwei Häuser für Kinder, die betreuten Wohngruppen, der Bewohnertreff, die Gemeinschaftsräume, die Eingänge und die Müllräume untergebracht. Zusätzlich zu diesen Nutzungen gibt es im Erdgeschoss auch Wohnungen, ein Teil davon ist als Rollstuhlwohnungen ausgebildet.
Der Bewohnertreff ist an der süd-westlichen Ecke von WA1, direkt am Entree zum neuen Quartier platziert. Die Gemeinschaftsräume der Sondernutzungen sind allesamt zum Garten orientiert.
Sämtliche Wohnungen sind generell durchgesteckt und querdurchlüftet.
Die Treppenhäuser sind als offene Laubenganghäuser geplant und dienen als erweiterte Gemeinschaftsräume und als Treffpunkt für die Bewohner. Geschossübergreifende Lufträume, Multifunktionsräume, Pflanztröge und Verweilflächen in den Geschossen ermöglichen eine lebendige Nachbarschaft. Als Erschließungsform funktioniert das Gartenhaus als 4-, 5-, 6- und 8-Spänner.
Neben dieser funktionalen Effizienz punktet das Gartenhaus aber vor allem mit seiner transparenten und lichtdurchfluteten Situation sowohl für den Erschließungsbereich als auch für die Wohnungen dahinter. Die scheinbar einseitig orientierten Kleinwohnungen erhalten eine zweite Belichtungs- und Öffnungsmöglichkeit und sind dadurch auch querlüftbar. Die Servicezonen dieser Wohnungen wie Küchen und Bäder können somit natürlich belichtet und belüftet werden.
Durch die vorgelagerten multifunktionalen Plattformen in den Laubengangbereichen wird das Gartenhaus zum zentralen Kommunikationsort. Mit maximal acht Wohneinheiten pro Treppenhaus entsteht eine sehr lebendige aber übersichtliche und auch persönliche Nachbarschaft - das Gartenhaus als zentraler Gemeinschafts- und Kommunikationsraum.